Freude entsteht, wenn wir in Kontakt mit dem gegenwärtigen Augenblick kommen. Freudlosigkeit entsteht, wenn wir diesen Kontakt verlieren und uns stattdessen von Urteilen, Ideen, Plänen oder Vorstellungen steuern lassen. Achtsamkeit hilft uns, zum Augenblick und zu uns selbst zurückzukehren. Von dort aus kann sich unsere innere Freude erneuern. Innere Freude verändert uns, wirkt sich auf unsere Freunde, Partner, Kinder, Eltern und alle lebendigen Wesen aus. Wirkliche Freude ist nicht abhängig von äußeren Gegebenheiten. Sie kommt aus unserer Mitte und entsteht dort ununterbrochen neu. Wir können üben, aus dieser Quelle heraus zu leben.

Herausforderungen

Wir erleben herausfordernde Zeiten und ich halte nichts davon, das zu beschönigen, denn wenn wir mit Schwierigkeiten umgehen wollen, nützt uns keine rosarote Brille. Sich in Wut und Trauer zu vergaben ist ebenso wenig nützlich. Beides lähmt uns und läßt uns letztlich passiv zurück. Die Praxis der Achtsamkeit hilft uns, nichts zu verleugnen und nichts zu beschönigen. Es geht nur um Wege, auf denen wir uns der Freude zuwenden können und uns von ihr leiten zu lassen.